Werftdreieck
Foto: © WIRO / ZOOM VP.AT
Auf einer 9 ha großen innerstädtischen Brachfläche wird ein urbanes Quartier entstehen.
Dieses steht in Beziehung zu dem unmittelbar nördlich angrenzenden, bereits umgestalteten Gebiet der ehemaligen Neptunwerft.
Die Lage des Quartiers in der Stadt besitzt eine hervorragende Anbindung an den ÖPNV mit S-Bahn, zwei Straßenbahnhaltestellen und Buslinien.
Die Planung basiert auf intensiver Bürgerbeteiligung und einem städtebaulichen Wettbewerb. Aus dem Siegerentwurf des Wiener Architekturbüros Albert Wimmer wurde der Bebauungsplan entwickelt.
Auf Grund der umgebenden lärmintensiven Hauptverkehrsstraßen und S-Bahn-Trasse beinhaltet der städtebauliche Entwurf eine baulich geschlossene Außenkante mit in der Regel 6-geschossigen Gebäuden. Nach innen öffnet sich die Bebauung zu einem zentralen verbindenden Park. Dabei bildet die Bebauung kleine leicht höher liegende halböffentliche Hofbereiche. An der grünen Achse sind in der Erdgeschosszone kleine gewerbliche Einheiten für Gastronomie, Dienstleistung vorgesehen. In den Randbereichen befinden sich im Osten und Westen je eine Quartiergarage, die den gesamten ruhenden Verkehr, Mobilitätspunkte und Versorgungseinrichtungen aufnehmen. Damit wird das Quartiersinnere nahezu autofrei sein. Auch die Quartiersgaragen übernehmen wichtige Lärmschutzfunktionen. An der westlichen Spitze ist ein baulicher Hochpunkt geplant, als Auftakt des Gebietes vom Zentrum kommend. Ergänzt wird das Gebiet durch Büronutzungen im Südwesten und Osten.
Nachhaltigkeit
Das Quartier beinhaltet ein Management des Niederschlagswassers. Es sind auf allen Gebäuden Gründächer anzulegen. Der verrohrte Kayenmühlengraben, der Teil des Mischwassersystems ist, wird in ein getrenntes System von Schmutzwasser und Niederschlagswasser umgebaut und das Niederschlagswasser wird oberirdisch geführt werden. Damit wird die ursprüngliche Topographie der Stadt mit Gräben zur Warnow an dieser Stelle wieder erlebbar Der öffentliche Raum wird in der Aufenthaltsqualität deutlich aufgewertet und das offene Gewässer wird einen wichtigen Betrag zu einem gesunden Stadtklima leisten.
Durch eine Abschichtung von öffentlichen über halböffentliche bis hin zu privaten Freiflächen wird ein Angebot für vielfältige soziale Kontakte geschaffen. Auch die geplante Funktionsmischung wird dazu beitragen.
Fakten im Überblick
| Typ | Neubau eines urbanen Quartiers |
| Nutzung | Wohnen und Gewerbe |
| Gebäudedimension | 3 bis 6 Geschosse |
| Wohneinheiten | ca. 700 |
| Fläche | ca. 9 ha |
| Bauherrin und Projektbetreuung/-steuerung | WIRO |
| Voraussichtliche Bauzeit | ab 2025/26 |
| Förderung | keine |
Ziele
- ein durchmischtes, bezahlbares, lebendiges und urbanes Quartier
- autofreies Gebiet mit 2 Quartiersgaragen einschließlich Mobilitätspunkten an den Rändern
- Neuordnung des Verkehrsnetzes (Rückbau der Max-Eyth-Straße, Verschiebung der Straßenbahntrasse und Neubau einer neuen Straßenverbindung zwischen Lübecker und Werftstraße)
- Öffnung des verrohrten Kayenmühlengrabens
- Gestaltung einer zentralen Grünfläche




