Tram West
Plan: Streckenverlauf TRAM WEST, © RSAG
Das Projekt TRAM WEST, das bis zu 1,9 Mio. zusätzliche Fahrgäste pro Jahr in den ÖPNV locken soll, ist das wichtigste Infrastrukturvorhaben in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in den nächsten Jahren. Mit der 3,8 km langen Strecke wird große eine Lücke im Straßenbahnnetz geschlossen. Der Stadtteil Reutershagen mit ca. 17.300 Einwohnerinnen und Einwohnern, der momentan nur peripher durch die Straßenbahn erschlossen wird, erhält eine vollwertige Anbindung. Auch der Zoo, als eine der wichtigsten Attraktionen der Stadt profitiert von der Neubaustrecke. 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Rostocker Nordwesten haben künftig eine direkte Straßenbahnanbindung an den Zoo.
Auch der heute nur unzureichend angebundene P+R-Parkplatz wird mit der Straßenbahn eine deutliche Aufwertung erfahren und zukünftig eine wichtige Rolle bei der Reduzierung des Pkw-Verkehrs in der Innenstadt spielen. Die TRAM WEST ergänzt sich sehr gut mit weiteren Großprojekten in der Stadt, wie z.B. der Erweiterung des Uniklinikums. Hier wird ebenfalls eine direkte Anbindung aus den bevölkerungsstarken Stadtteilen im Nordwesten hergestellt. Mit dem Projekt sind ebenfalls wichtige Ausbaumaßnahmen bei den bereits bestehenden Straßenbahnstrecken verbunden, um das gesamte Netz fit zu machen.
Fakten im Überblick
| Nutzung | 1,9 Mio. zusätzliche Fahrgäste im ÖPNV pro Jahr |
| Streckenlänge | 3,8km |
| Voraussichtliche Bauzeit | 2029-2031 (vorbehaltlich eines positiven Bürgerschaftsbeschlusses) |
| Projektsteuerin und Auftraggeberin | Rostocker Straßenbahn AG (in Zusammenarbeit mit der HRO) |
| Planung | VCDB Dresden |
| Kosten | ca. 90 Mio. EUR |
| Fördermittel | 75% Bundesförderung über GVFG, Landesförderung noch in Abstimmung |
Ziele
- 1,9 Mio. zusätzliche Fahrgäste im Gesamtnetz pro Jahr
- ca. 850 Tonnen CO2 Einsparung pro Jahr
- bessere Anbindung von Reutershagen (ca. 17.300 Einwohner) an das Straßenbahnnetz
- bessere Anbindung des Zoos, der Christophorusschule (ca. 1.500 Schüler), der Uniklinik (Ausbau geplant) und des P+R-Parkplatzes Groß Schwaßer Weg an das Straßenbahnnetz
- weniger Störungsanfälligkeit durch resilientes Straßenbahnnetz
- Ausbau von bestehenden Strecken im Rahmen des Projekts


