Ankerplatz für Genießer

Stadthafen

Visualisierung: Promenade am Kempowski-Ufer © A24

Neue Bummelmeile für Rostocker und Besucher direkt am Wasser mit Innenstadtlage

Der Stadthafen war und ist seit der Stadtgründung von Rostock vor ca. 800 Jahren von zentraler Bedeutung. Der Hafen ist zunächst über Jahrhunderte als Handels- und Verkehrszentrum gewachsen. Nach der Wende, um 1990, erfolgte der Rückbau von Hafenanlagen. Seitdem wurde das Gebiet für Freizeitaktivitäten genutzt. Jedoch sind eine umfassende Neustrukturierung und die Neugestaltung notwendig, um die Bedeutung dieses maritimen Areals für Rostocker und Besucher in den Fokus zu setzen.

Der Rostocker Stadthafen soll umfassend zu einem lebendigen und attraktiven Teil der innerstädtischen Stadtlandschaft aufgewertet werden. Dazu wird im zentralen Stadthafen die touristische Flaniermeile mit einem hohem Grünanteil am Ufer der Warnow ausgebaut. Charakteristisch werden die terrassenartigen Stufen am Kempowski-Ufer und die grüne Wiesenhügellandschaft sein.

Zukünftig verbindet der zentrale Bereich des Stadthafens bedeutsame Leuchtturmprojekte wie die neue Warnowbrücke, das neu entstehende Volkstheater, die neue Plaza und das neue Archäologische Landesmuseum (ALM).

Eine besondere Herausforderung bilden die planerischen, technischen und logistischen Verzahnungen von mehreren Großprojekten unterschiedlicher Akteure, die einer engen Zusammenarbeit bedürfen. Direkt am Ufer des Christinenhafens erfolgt der Bau des Archäologisches Landesmuseums durch das Finanzministerium M-V und die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung in M-V (SBL). Darüber hinaus werden im gesamten Hafenbereich Maßnahmen zum Binnen- und Hochwasserschutz umgesetzt. Hier sind enge Absprachen zwischen dem Warnow-Wasser- und Abwasserverband (WWAV), der Nordwasser GmbH und dem Land Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt und dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM), notwendig.

Aufgrund der Verzahnungen wird der zentrale Stadthafen in einzelne Baubereiche gegliedert. Zu den derzeit wesentlichen Baubereichen zählen das Kempowski-Ufer, der Christinenhafen Ost, der Christinenhafen West (Plaza) und der Zentrale Grünbereich. Bereits im November 2024 wurde mit der Erneuerung der Kaianlagen am Kempowski-Ufer begonnen.

Fakten im Überblick

Inhalt der MaßnahmeNeu- und Umbau der Hafen-, Frei- und Verkehrsanlagen sowie des unterirdischen Bauraums
Voraussichtlicher ProjektzeitraumStart des städtebaulichen Wettbewerbes: 11/2020
Projektzeitraum: ca. 15 Jahre
Projektsteuerin und AuftraggeberinRostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS), Hafen- und Seemannsamt Rostock
Städtische Kostenca. 50 Mio. €
Städtische
Einzelmaßnahmen
Kempowski-Ufer: Sanierung und Neugestaltung der Kaianlage sowie Ausbau einer neuen Fußgängerpromenade

Christinenhafen Ost: Gestaltung des Übergangs vom Kempowski-Ufer zur Plaza, Bau eines Themenspielplatzes „Spiel des Findes“
Christinenhafen West: Entstehung einer Plaza, eines Mobilpunktes, Haltestellen und einer Wendeschleife für Busse sowie Freianlagen mit Wiesenhügeln, Freizeitmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten
Zentraler Grünbereich: Entstehung einer begrünten Dünenlandschaft, einer Veranstaltungsfläche mit Sitzmöglichkeiten und Spielaktivitäten

Ziele

  • Neugestaltung und Ertüchtigung des Stadthafens als maritim geprägte, touristische Hafenmeile am Ufer der Warnow mit hohem Grünflächenanteil sowie Kultur- und Freizeitangeboten
  • Zentrale Verbindungsachse verschiedener Leuchtturmprojekte wie Warnowbrücke, Volkstheater, Plaza und Archäologischem Landesmuseum
  • Steigerung der Attraktivität und Aufwertung des Stadthafens durch neue Kultur- und Freizeitangebote als urbanes Ausflugsziel

Plan: Planungsgebiete Stadthafen, RGS

Weiterführende Informationen